Karl Theodor Jaspers (1883 bis 1969) gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Existenzphilosophie. Ihn verband eine lebenslange Freundschaft mit Hannah Arendt; er stand u.a. mit Martin Heidegger und Max Weber im Kontakt.
Am stärksten beeinflusste ihn Kierkegaad, Spinoza, Nietzsche und vor allem Husserl und Kant.
Als Psychiater untersuchte und reflektierte er insbesondere die philosophischen Vorannahmen dieser Disziplin. Als Philosoph zeigte er in seinem Hauptwerk "Philosophie" (1932) die Grenzen der wissenschaftlich, objektiven Erkenntnis, die alles Sein auf Objektsein reduziert, d.h. von außen Erforschbares.
Das Sein aber, das der Mensch selbst ist, kann von außen nicht erkannt werden, da Da-sein nicht gegeben, sondern Aufgabe ist, die in der Freiheit jedes Einzelnen geleistet, verwirklicht werden muss. Das Sein ist der Mensch selbst als Existenz; in den Bedingungen des Daseins, in Grenzsituationen (Tod, Kampf, Leiden, Schmerz) verwirklicht er diese.
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